Rheinfelder sagen Heimatfest ab

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Rückblick auf das Heimatfest 2018 mit der Rede des Vorsitzenden Thomas Stube am Ehrenmal. Archiv: Verein Foto: Verein
Rückblick auf das Heimatfest 2018 mit der Rede des Vorsitzenden Thomas Stube am Ehrenmal. Archiv: Verein Foto: Verein

Rheinfeld. In Rheinfeld will der Heimatverein ein Zeichen der Solidarität in der Corona-Pandemie setzen. Er hat sein Heimatfest im Mai abgesagt.

Unbeschwertes karnevalistisches Treiben wird es in dieser Session nicht mehr geben, an Straßenkarneval ist in der Corona-Pandemie nicht zu denken. Aber was ist mit Schützenfesten? Auch wenn die Feste in den Ortsteilen erst im Frühjahr beginnen und sich bis in den Spätsommer hinziehen, gibt es in den Vereinen Diskussionen – und Entscheidungen: So wird der Heimatverein Rheinfeld aufgrund der Corona-Pandemie auf eine Austragung des Heimatfestes im Mai verzichten. Wie schon im vergangenen Jahr. Es ist damit die erste konkrete und komplette Absage eines Schützenfests in Dormagen in diesem Jahr.

In seiner Begründung spricht Vorsitzender Thomas Stube Klartext: „Mit Blick auf die enormen Infektionszahlen und Neuerkrankungen, den vielen Todesopfern in Deutschland, den Nachbarländern sowie Weltweit, finde ich es persönlich unseriös ein Fest zu planen, egal in welcher Form.“ Stube und seine Vorstandskollegen sind sich einig, dass man einen solidarischen Beitrag leisten möchte. „Viele Gewerbetreibende sind in ihrer Existenz bedroht, Menschen stehen teilweise vor dem Nichts und wissen nicht wie und wann es überhaupt weitergeht“, sagt Stube. Es gehe aktuell weniger um Inzidenzzahlen, oder was wann möglich ist oder nicht. „Es geht doch eher darum zu wissen, wann wir unser normales Leben wieder beginnen können. Leider sieht es nicht danach aus, dass das in den nächsten Wochen der Fall sein wird.“  Die Gesundheit der Mitglieder und Gäste habe absolute Priorität.

Auf Stadtverbandsebene besteht die Hoffnung, dass im Laufe des Jahres vielleicht doch die eine oder andere schützenfestliche Veranstaltung möglich sein wird, ohne dass es dort zu größeren Menschenansammlungen kommt. Wolfgang Sädler, Vorsitzender des Stadtverbandes der Dormagener Schützen, klopft in regelmäßigen Videokonferenzen die Stimmung bei den Schützenvereinen ab. „Die Lage ist schwierig“, sagt Sädler. „Die Vereine überlegen, wie es vielleicht möglich ist zu feiern.“ Nach Karneval wollen die Vertreter der Schützenvereine erneut per Video die aktuelle Lage und die Aussicht besprechen.

Quelle: NGZ

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