825 Jahre Rheinfeld


Am 25.07.2003 konnte der Rheinfelder Heimatverein anlässlich der 825-Jahrfeier des Dorfes mit einem nächsten Höhepunkt aufwarten.

 

Unter Leitung der 1. Vorsitzenden Anne Pforte (geboren 1954 in Buxtehude!!!!) und der 1. Kassiererin Maria-Luise Schmidt (geboren 1951 in Rheinfeld) wurde der erste Historische Rundgang durch das Dorf veranstaltet.

 

Man traf sich mit über 70 Teilnehmern am Vereinshaus „Zur Ahl Schull“, wo Ise Schmidt (sie ist dort selbst noch zur Schule gegangen) mit den verschiedensten Erzählungen zu diesem Gebäude, das leider 1971 abgerissen wurde, begann.

Von der Ahl Schull zog man weiter über die Piwipper Str. und erfuhr viel über die Neubaugebiete, sowie die verschiedenen kleinen Läden, die es früher in Rheinfeld gab.

Hier konnte man vom Brot über Waschpulver und Schnürsenkel alles kaufen, was damals das Herz begehrte.

 

  • 1926 bekommen die ersten Häuser elektrisches Licht
  • 1949 folgt die elektrische Straßenbeleuchtung und wird Rheinfeld ans Wassernetz angeschlossen
  • 1965 wird Rheinfeld erstmals ans Busnetz angeschlossen
  • 1967 erhält Rheinfeld dann die ersten Straßennamen (vorher gab es nur Hausnummern)
  • 1985 bekommt Rheinfeld Erdgas.
  • 1931 wird auf der Rheinfelder Str. mit dem Bau der ersten Häuser begonnen, es folgte
  • 1933 die Oststr.,
  • 1959 entstand die Siedlung im Gebiet In der Au, Geranienweg, Begonienweg und
  • 1960 wurde die Rheinfelder Schule eingeweiht. 
  • 1988 Baugebiet Walhovener-1
  • 1999 Baugebiet Walhovener-2
  • Weiter ging es Richtung Spar-Markt, wo bis 1991 der Bauernhof Grandrath stand.
  • Das Denkmal in Rheinfeld wurde 1926 vor der Gaststätte „Haus Dick“ eingeweiht und dann letztendlich 1955 an seinen jetzigen Platz gesetzt.
  • 1986 wurden die verloren-gegangenen Tafeln mit den Namen der Gefallenen beider Weltkriege vom Heimatverein ersetzt. Auch war es der Heimatverein der 1991 einen Hinkelstein mit dem Rheinfelder Wappen versehen am Denkmal aufstellte. Von hier ging man weiter zum Margarethenhof, wo Anne Pforte die Ausführungen übernahm.
  • Seit 1993 nach 14-monatigem Umbau zu 36 Eigentumswohungen, sowie Reihenhäusern wohnen hier nun Familien mit Ihren Kindern und fast nichts erinnert mehr an den ursprünglichen Bauernhof, der im Jahre 1907 erbaut wurde.
  • 1968 entstehen am Steinpfahl und Margarethenhof ca. 100 Eigenheime. Weiter ging es von hier aus zum Sandhof, der erstmals im Jahre 1785 erwähnt wurde. Dieser Hof wurde 1950 umgebaut und beherbergte zu späterer Zeit unter anderem auch die Arbeiter der Zuckerfabrik. Leider ist es uns bis heute nicht gelungen herauszubekommen, wie alt der Kastanienbaum gegenüber des Sandhofes auf dem heutigen Krahnenort ist. (Vielleicht kann uns hierzu jemand Angaben machen) Hinweise wurden gegeben über den Hof Mux, früher der Dom genannt und den Küppershof und die Siedlung Krahwinkel.
  • Dann gelangte die Gruppe zum Weidenpescher Hof, wo die Fragen direkt an Heinz Cornelius Engels gestellt werden konnten. Der Weidenpescher Hof wurde im Jahre 1829 erbaut und ist heute noch im Besitz der Familie Engels, die 1993/94 die Bullenzucht einstellen und die Stallungen zu Pferdeboxen umbauen, die bis heute an Pferdebesitzer verpachtet werden.
  • Gegenüber des Rheinfelder Hofes entstand dann 1980 wieder ein neues Baugebiet, die Andreasstrasse. Nun war die historisch interessierte Gruppe am Endpunkt der Wanderung angekommen.
  • Der Rheinfelder Hof wurde 1290 vom Ritter Andreas von Rynwerde bewohnt und wurde erst sehr viel später zu dem heutigen Rheinfelder Hof. Ein damaliger Pächter mit Namen Caspar Friedrich Dahmen schenkte 1843 der katholischen Pfarrei Dormagen das Grundstück, auf dem dann 50 Jahre später die damalige Rheinfelder Schule gebaut wurde.
  • Seit 1970 bewirtschaften dann Helmut und Mechthild Heiles den Rheinfelder Hof, der auch noch heute als „Rheinfelder Hühnerfarm“ im Stadtgebiet einen Namen macht. 1972 wird dann die moderne Legebatteriehaltung für die Tiere eingebaut.

Hier wurde die Truppe dann von den Besitzern Mechthild und Helmut Heiles auf besonders herzliche Art empfangen. Der Hof war mit Strohballen und bunt gedeckten Tischen dekoriert, so dass alle Beteiligten sich nach 2 Stunden Fußmarsch entspannt ausruhen konnten.

Es gab Wein, Käse, Brot und natürlich Eier. Der Rotwein (eine Spende von Helmut Röder vom Hit-Markt) und die Eier (eine Spende vom Rheinfelder Hof) alles andere (vom Heimatverein spendiert) mundete allen . Schade das Petrus kein Eisehen mit der munteren Schar hatte, denn nach 15 Minuten mussten wir dann doch noch ins Wohnhaus der Familie Heiles umziehen – die dieses spontan anboten -auch hierfür nochmals unseren herzlichen Dank, denn so konnte man hören: „Ach wie schön, jetzt können wir auch mal sehen, wie schön dieser Hof von innen ist, denn wir sind immer nur von außen dran vorbeigegangen“ Es war ein rundrum schöner Abend, zum Gefallen aller.