Alle Königspaare in Dormagen bleiben bis 2021 im Amt

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So wie 2019 beim Fassanstich auf dem Salvatorplatz wird dieses Jahr nicht gefeiert werden können: Die Nievenheimer Bruderschaft hat das Schützenfest im Juli abgesagt. Foto: Carina Wernig
So wie 2019 beim Fassanstich auf dem Salvatorplatz wird dieses Jahr nicht gefeiert werden können: Die Nievenheimer Bruderschaft hat das Schützenfest im Juli abgesagt. Foto: Carina Wernig

Dormagen. Der Stadtverband der Schützen hat entschieden, 2021 keine Königsschießen zu veranstalten. Nievenheim sagt außerdem das Schützenfest im Juli ab.

Mit fortschreitender Dauer der Corona-Pandemie werden Schützenfeste in diesem Jahr immer unwahrscheinlicher. Das Verbot von Großveranstaltungen bis 31. August lässt immer weniger Schützen im Dormagener Stadtgebiet an die Ausrichtung eines unbeschwerten Festes glauben, auch wenn das Land noch keine Definition oder einen Erlass veröffentlicht hat. Jetzt haben die Mitglieder des Dormagener Stadtverbands der Schützen einstimmig beschlossen, dass die Königspaare in die Verlängerung gehen: „Es wird in diesem Jahr kein Königsschießen geben“, erklärten Wolfgang Saedler und Hans-Ulrich Thiel, die beiden Vorsitzenden des Stadtverbandes, zu dem alle Schützenvereine im Stadtgebiet gehören. Diese Entscheidung fiel unabhängig von der fraglichen offiziellen Genehmigung der Feste. „Alle amtierenden Königspaare behalten ihre Königswürde bis 2021 und feiern ihr persönliches Schützenfest in ihren Vereinen erst im nächsten Jahr“, so die Schützenvertreter.

Offiziell sind bisher nur die Mai-Veranstaltungen wie das Rheinfelder Heimatfest Anfang Mai und die Straberger Gottestracht Mitte Mai abgesagt. Allerdings machen sich auch die Verantwortlichen der folgenden Schützenfeste keine große Hoffnungen mehr auf ihre Feiern. Am Mittwoch hat nun auch die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Nievenheim-Ückerath bekannt gegeben, dass sie das große Schützenfest des Doppeldorfes im Juli absagt. Wie Schriftführer Bernd Klophausen erklärt, habe der erweiterte Vorstand diese Entscheidung einstimmig bei einer Videokonferenz am 16. April getroffen. Neben dem Großveranstaltungs-Verbot habe die hohe Ansteckungsgefahr eine Rolle gespielt. Für das Schützenfestwochenende vom 10 bis 14. Juli ruft der Vorstand bereits jetzt auf, Flagge zu zeigen: „Zeigen wir allen den Zusammenhalt in unserem Doppeldorf.“

Quelle: NGZ

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